Shanti Bhagini's 2002
Wir wollen mehr tun



Dieser einfache Satz war der Auslöser für den Start des bisher größten Hilfsprojektes in der mittlerweile 29-jährigen Geschichte des RC Brunsbüttels. Aus einer Reihe von Projektvorschlägen entschieden sich die Clubmitglieder für die Beteiligung am Neubau des Waisenhauses "Shanti Bhagini's" im indischen Mumbai, dem früheren Bombay.
Das Waisenhaus war 1984 durch einen katholischen Orden gegründet worden,
und wird heute im wesentlichen durch zwei Ordensschwestern betreut.
Unter den sechzig Kindern befinden sich 10 Vollwaisen, 30 sind
Kleinkinder sowie 25-30 größere Kinder. In der Regel waren oder sind die
Väter als Wanderarbeiter im Straßen- bzw. Eisenbahnbau tätig ? wobei
man wissen muß, dass Alleinstehende mit Kindern in Indien keinen Partner
mehr finden. Das erste Gebäude konnte 1984 durch Spenden der lokalen
Kirchengemeinde sowie externe private Hilfe aufgebaut werden. Die
Situation für das Waisenhaus verschlechterte sich jedoch dramatisch, als
das Dach des alten Hauses zusammenbrach und repariert werden mußte. Bei
der vorhergehenden Begutachtung des Schadens zeigte sich, dass auch die
Grundmauern irreparabel waren und dass daher ein neues Waisenhaus
gebaut werden musste. In dieser Situation kam es aufgrund persönlicher Kontakte zur Anfrage
beim RC Brunsbüttel.
So wurde das Waisenhaus schon seit Jahren durch einige Deutsche vor Ort
unterstützt, darunter auch ein rotarischer Freund, die uns zusicherten,
dass das von uns zur Verfügung gestellte Geld auch wirklich den
zugedachten Empfänger erreichen würde. Da diese Kollegen zudem die
?Bauaufsicht? und auch die Auftragsvergabe betreuten, schien uns ein
Engagement in Indien vertretbar. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der
laufende Betrieb des Heimes aus Mitteln des Ordens und lokalen Spenden
gesichert ist und unsere Hilfe nicht nach zwei Jahren im Nichts
verpuffen würde. Die Mittel für den Neubau überstiegen jedoch bei
weitem die Möglichkeiten der engagierten Helfer vor Ort, lediglich der
Rohbau konnte erstellt werden. In dieser Situation kam es aufgrund persönlicher Kontakte zur Anfrage
beim RC Brunsbüttel.
So wurde das Waisenhaus schon seit Jahren durch einige Deutsche vor Ort
unterstützt, darunter auch ein rotarischer Freund, die uns zusicherten,
dass das von uns zur Verfügung gestellte Geld auch wirklich den
zugedachten Empfänger erreichen würde. Da diese Kollegen zudem die
?Bauaufsicht? und auch die Auftragsvergabe betreuten, schien uns ein
Engagement in Indien vertretbar. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der
laufende Betrieb des Heimes aus Mitteln des Ordens und lokalen Spenden
gesichert ist und unsere Hilfe nicht nach zwei Jahren im Nichts
verpuffen würde. Wir fanden darüber hinaus mit dem über die Region bekannten Jugendchor
der evgl. Kirche ?Tierra Sagrada? den idealen Partner für dieses
Projekt, der uns zusicherte, eine ähnlich hohe Summe beizusteuern. Eine
umfangreiche Berichterstattung in der lokalen Presse, Konzerte des
Jugendchores und gemeinsame Stände zu diversen Anlässen brachten
zusätzliche Mittel für das Projekt. Die Bekanntheit des Projektes führte
dazu, dass auch einige stattliche Einzelspenden aus der Bevölkerung
geleistet wurden. Aufgrund unseres gemeinsamen Einsatzes konnte das Haus bereits gegen
Ende des ersten Projektjahres wieder bezogen werden und die Waisenkinder
aus ihren Notunterkünften wieder in einem festen Heim untergebracht
werden. Drei junge Mitglieder des Chores waren, unterstützt durch den
Club, bei der feierlichen Eröffnung dabei.
Die Mittel des zweiten Jahres werden jetzt in die weitere Ausstattung
des Hauses sowie die gezielte, medizinische Hilfe für einige der Kinder
fließen. Angedacht ist ferner, durch Anschaffung von Nähmaschinen sowie
durch Anlage einer öffentlichen Trinkwasserstelle etwas für die
Ausbildung der Waisen wie auch für das umliegende Viertel, einen Slum,
zu tun.
Fazit: Die Zusammenarbeit zwischen Tierra Sagrada und dem
Rotary Club Brunsbüttel, zwischen "jung" und "alt", war äußerst
anregend für beide Seiten. Die Präsenz engagierter Hilfe vor Ort war
entscheidend für den effektiven Einsatz der Mittel. Die Befristung der
Aktion auf zwei Jahre war sinnvoll, um den Club nicht zu sehr zu
belasten. Und mit der Entsendung der drei Jugendlichen nach Indien haben
wir sicherlich auch hier in der Region für etwas mehr Verständnis und
Kenntnis für indische Verhältnisse gesorgt.
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