Rotary International
Beirat Dienste Governor Clubs Archiv
Suchanfrage abschicken
Distrikt Aktuell

Rotary Jahresmotto 2016/17
Frank Sonntag neuer Governor im Distrikt 1890
Die Welt braucht Rotary mehr denn je
R.I. Convention 2019 kommt nach Hamburg
RO.WEB 2 verfügbar - jetzt bestellen!
Club Termine

06.10.2016 - 20:00
Weinprobe zu dem Thema „Weine des Weinguts Balzhäuser"
RC Hamburg-Winterhude

04.11.2016 - 19.00 Uhr
44. Holsteiner-Räucherlachs-Essen des Rotary Club Eckernförde
RC Eckernförde

» zur Übersicht


Termine Aktuell

01.11.2016 -
Jugenddienst: Meldeschluss Outbounds 17/!8

04.11.2016 - bis 6.11.2016
Jugenddienst: Inbounds Sonderworkshop

05.11.2016 - 9:00 bis 15.30 Uhr
Seminar Clubausbreitung und Mitgliedschaftsfragen

02.12.2016 - bis 4.12.2016
Jugenddienst: 2. Inboundorientation

04.12.2016 -
Jugenddienst: Abgabeschluss Bewerbungsunterlagen Outbounds

» zur Übersicht


Powered by WebEdition CMS

Distriktkonferenz in Itzehoe
Was Rotary von Heavy Metal lernen kann

Trennlinie


Nachrichtenbild "Die Schwarzen kommen!" Sicherlich wäre dieser Ausruf auch beim
Eintreffen der vielen dezent-dunkel gekleideten 170 Rotarierinnen und
Rotarier zur Distriktkonferenz treffend gewesen. Gemeint sind aber die
bis zu 75.000 vorwiegens schwarz gekleideten Heavy-Metal-Fans, die
jährlich zum Wacken Open Air (WOA) nach Wacken bei Itzehoe pilgern.

Dieses besondere Ereignis stand anstelle eines Festvortrages im
Mittelpunkt der Distriktkonferenz im D 1890. Governor Martin Kayenburg
(RC Itzehoe), ehemaliger Präsident des Schleswig-Holsteinischen
Landtages, verabschiedete sich mit diesem erfrischenden Format und
übergab das höchste Amt im ältesten deutschen Distrikt an Andreas von
Möller (RC Hamburg-Lombardsbrücke).

Hans-Jörn Arp, Landtagsabgeordneter aus Wacken, berichtete davon, wie
die Idee zu einem der bedeutendsten Heavy Metal-Festivals der Welt vor
25 Jahren enstanden war. Zwei Männer im Dorf hatten die Idee. Alles
hätte klein angefangen. "Mittlerweile vermarkten die Macher das WOA rund um den Globus. Das ganze Dorf freut sich auf das Fest, 98 Prozent der Einwohner stehen hinter der Idee", so Arp. Diese Entwicklung habe große
Vorteile für Wacken gebracht: zum Beispiel den Anschluss an das
Breitbandnetz und auch die Sicherung der Finanzierung des Schwimmbades.

Seit Jahren habe sich jeder bedeutende Landespolitiker in Wacken
gezeigt. "Die 'Schwarzen' sind bei uns und in Itzehoe willkommen, es ist
eine einzigartige Kultur entstanden", so Arp. Selbst der Musikzug der
Freiwilligen Feuerwehr gehöre mit seinem Auftritt zum Programm - dann
unter dem Namen "Firefighters". Arp: "Es ist der bekannteste Musikzug in
Deutschland."

Diese einzigartige Kultur stellte auch Dominick Hüper vom WOA-Management
heraus. "Wacken geht nur in Wacken", betonte er. Ein "Exportversuch" sei
gescheitert. Die Community der WOA-Fans sei international und biete auch
viel für alle Teilnehmer. Dem pflichtete Rot. Michael Kappus (RC
Itzehoe), Ärztlicher Direktor am Klinikum Itzehoe, bei: "Wacken steht
für Toleranz und bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, gemeinsam ihre
Emotionen zu teilen. Das kennen wir bei Rotary in dieser Form nicht." Er
berichtete von einer Witwe, die in Trauerkleidung lange und gute
Gespräche mit den "Schwarzen" geführt hätte. Diese hätten die Frau von
eine von ihnen gehalten und ihr nach eigenem Bekunden den schönsten Tag
ihres Lebens geschenkt. Moderator Stephan Richter (RC Flensburg) fasste
zusammen, dass Wacken für Toleranz und eine besondere Willkommenskultur
stünden.

Diese Willkommenskultur haben die Mitgliedes des GSE-Teams aus dem D
3510 in Taiwan erfahren. Mit einem fröhlichen "Moin, Moin" begrüßten sie
die Rotarier im Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT). Auch
die Inbounds waren dankbar für das einzigartige und unvergessliche Jahr,
das sie dank Rotary in Deutschland verbringen durften. "Ohne Euch wäre
das nicht möglich gewesen", sagten sie zum Abschied.

Um die Völkerverständigung im rotarische Sinne verdient gemacht hat sich
Gundega Zeltina vom RC Riga-Hanse. Als Vorsitzende der lettischen
Sektion des Internationalen Länderausschusses Lettland-Deutschland hat
sie viel für die Zusammenarbeit der Rotarier in beiden Staaten geleistet
und diverse Projekte in ihrer Heimat angeschoben. Der scheidende
Governor Martin Kayenburg verlieh der Lettin daher den ersten Saphir zur
Paul Harris Fellow-Auszeichnung. Zeltina nahm die Ehrung sichtlich
überrascht und geehrt entgegen.

"Das weltweie Netzwerk von Rotary ist wunderbar", schwärmte denn auch
Past-Governor Rocco Olgiati (RC Lugano Lago) als Vertreter der
RI-Weltpräsidenten Ron Burton. Olgiati erinnerte noch einmal an das
Motto des zu Ende gehenden Amtsjahres: "Rotary leben - Leben verändern".



Tatsächlich sei Rotary in der Lage, Leben zu verändern. "Das beste
Beispiel ist Polio Plus. Wir haben vielen Kindern Hoffnung auf ein
normales Leben gebracht." Daher sei es wichtig, den Kampf gegen die
Kinderlähmung fortzusetzen. Er bescheinigte dem D1890, auf einem guten
Weg zu sein.



Diesen Eindruck bestätigte auch Martin Kayenburg. "Ich habe fantastische
Projekte in den Clubs kennen gelernt", sagte er vor der Übergabe des
Staffelstabes. Besonders die Freundschaft in den RC habe ihn
beeindruckt. Gleichwohl könne Rotary sich durch die Aufnahme von mehr
Frauen, Migranten und jungen Leuten mit Potenzial weiterentwickeln. Er
rief zudem alle RC auf, Rotariern, die in eine andere Stadt ziehen
müssten, dort eine neue Heimat zu geben.

Can Özren

Montag, 30. Juni 2014/DICO


Seite drucken Druckansicht« zurück
Trennlinie

Links und Downloads


HomeStartseite
KontaktE-Mail-Kontakt
ImpressumImpressum
HaftungHaftung
WebmasterWebmaster
henworxrealisiert durch
henworx
©Rotary Verlags GmbH