Hands-on-Aktion für Eibe, Eiche, Esche „and more“



Rotarier-Hände rotierten im Malenter Arboretum – Seit 30 Jahren Hege und Pflege
Das Arboretum an der Godenbergstraße in der Nähe des Malenter Wildparks, eine Anlage mit verschiedenartigen, oft auch exotischen Bäumen, muss ein Tourist wegen eines fehlenden Hinweisschildes erst mal suchen. Aber das soll sich bald ändern, sagte Dr. Guido Spitz, der Präsident des Rotary Clubs Eutin, der seine Mannen zum Frühjahrsputz ins Arboretum gerufen hatte. Sie folgten dem Ruf und es rührten sich bei dieser „Hand-on-Aktion“ etwa 40 Rotarier-Hände, ausgestattet mit Schaufeln, Harken, Sägen und Beilen, um Laub zu fegen, Bäume auszulichten, krankes Astwerk zu entfernen und einige Baumlücken durch Neuanpflanzungen zu schließen. Im Wonnemonat Mai des Jahres 1980 wurde die etwa ein Hektar große Anlage - nach Planung durch das Staatliche Forstamt Eutin - der Gemeinde Malente von den Eutiner Rotariern übergeben, die auch die Bäume gestiftet hatten und diese seitdem Jahr für Jahr hegen und pflegen. Die meisten Gehölze sind inzwischen dem Baumschulalter längst entwachsen und haben es zu einer stattlichen Höhe gebracht. Neue Namensschilder für die etwa 120 Bäume sagen dem botanischen Laien, ob er vor einer gemeinen Eibe steht, einer heimischen Linde, einer kernigen Eiche, einer mammutstarken Metasequoia glyptostroboides oder einer geheimnisvollen Cryptomeria. Etwa 800 Euro kosteten den Club diese Schilder, 1000 Euro wurden für Neuampflanzungen aufgebracht. Vom Wert der eingesetzten freiwilligen Arbeit wurde gar nicht erst gesprochen. Jetzt steht das Arboretum, das in den Wildpark eingegliedert werden soll, wieder allen zur Verfügung, die sich von heimischen und angesiedelten Bäumen ein anschauliches Bild machen möchten. (der reporter 30.03.2011)
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