wiederkehrende Projekte Ein SINNESGARTEN für die Bildungs- und Förderstätte Himmelmoor GmbH in
Die Förderstätte Himmelmoor, zu deren Aufgaben auch die Betreuung von mehrfach Schwerstbehinderten gehört, plant und baut für diese Gruppe einen Sinnesgarten.
Die Behinderten sollen hier in der Natur durch Stimulierung der Sinne Entspannung und Entkrampfung erfahren. Hierzu dienen auch therapeutische Geräte wie z. B. Rollstuhlwippe, Schwingbrücke und Netzschaukel.
Der Rotary Club Norderstedt unterstützt seit Jahren dieses Projekt in Planung und Durchführung.
Aufgrund
der erweiterten Aufgaben der Bildungs- und Förderstätte Himmelmoor durch die
Aufnahme von mehrfach Schwerstbehinderten ist geplant, einen Sinnesgarten
entstehen zu lassen.
Die
hier betreuten Menschen sind vielfach an den Rollstuhl gebunden und bedürfen
100 %-iger Hilfe, da die meisten von ihnen sich nicht oder nur schwer
artikulieren können und oft auch bewegungsunfähig sind. Aufgrund dieses
Zustandes sind sie schwer ansprechbar und verkrampft. Diese Verkrampfung gilt
es durch Entspannung und Stimulierung der Sinne zu lösen.
Der
Sinnesgarten soll solche Reflexe auslösen, ein Wohlbefinden erzeugen, um eine
innere Ordnung zu ermöglichen. Die Stimulierung erfolgt über die Sinne sehen, hören,
riechen, schmecken und fühlen.
Es
werden verschiedene Stationen mit unter-schiedlichen Schwerpunkten wie Farben –
Düfte – Tast – Klang erstellt. Alles sehr plastische Beispiele und Anregungen,
die auch z. T. sehr einfach sein können.
Zum
Beispiel:
• liegen oder sitzen auf einer
Holzterrasse bei plätscherndem Wasser am Teich,
• liegen oder sitzen auf kurzem Rasen,
Sonne oder Baumschatten
• liegen oder sitzen auf einer Wiese,
Insektensummen
• liegen oder sitzen in einer
Sandmulde (Strand am Teich)
• liegen oder sitzen in einem
Wassernebel (feine Sprenger).
Hierzu
wird eine mit Folie gedichtete Teichanlage hergestellt, deren Aushub zur Herstellung
einer südexponierten Sonnenterrasse verwendet wird. Diese wird mit Blüten- und
Duftpflanzen bepflanzt. Zusätzlich plätschert hier ein kleiner Bach aus einem
Fußbecken in den Teich.
Ein
Handlauf entlang des Teiches verhindert das unfreiwillige Hineinrollen in den
Teich und bietet außerdem das Ertasten verschiedener Materialien und dient als
Gerüst für Klangelemente.
Die
vorhandenen Fundamente der ehemaligen Sendemasten werden, auch für Rollstuhlfahrer
zugänglich, als Hochbeete für verschiedene Tastmaterialien und -pflanzen
ausgebaut.
Es
gibt aber aus therapeutischen Gründen auch
gebaute Stationen mit Geräten und Konstruktionen, die gezielt auf die
Nutzergruppe ausgerichtet sind, um z. B. Bewegungen mit und ohne Rollstuhl zu
ermöglichen, wie z. B. Rollstuhlwippe, Schwingbrücke und Netzschaukel.
Außerdem
wird das Angebot für weniger oder nicht behinderte Menschen durch Angebote wie
z. B. einen Barfußpfad ergänzt.
Ergänzend
zum Phänologischen Garten soll im Sinnesgarten ein „phänologisches
Zierpflanzensortiment“ gezeigt und dokumentiert werden, d. h., das Gartenjahr beginnt
mit Winterjasmin, Duftschneeball und Wildkrokus und endet mit Laubfärbern wie
Federbuschstrauch und spätblühenden Stauden und Gräsern.
Die
Wegeflächen im Bereich des Sinnesgartens sollen gepflastert werden, damit sie
mit Rollstühlen einfacher befahrbar sind. Die restlichen Wegeflächen werden als
Brechkiesflächen hergestellt.