Das Projekt Drushnaja Hilfe für die Opfer der Katastrophe von Tschernobyl
Guten Tag,
mein Name ist Dieter Schott. Ich koordiniere für den Rotary Club Plön das Projekt Drushnaja. Mit meinen Zeilen möchte ich Sie anregen, unser Projekt zu unterstützen, sei es mit einer Spende an unseren Club oder direkt an die Heim- statt Tschernobyl . Der Ort Drushnaja liegt im nördlichen Weißrußland außerhalb der Verstrahlungszone von Tschernobyl.
Die Katastrophe von Tschernobyl liegt mehr als 20 Jahre zurück. Immer noch ist ein Viertel der Landesfläche Weißrußlands verstrahlt. Über eine Millionen Menschen sind durch die langfristigen Folgen der Strahlenbelastung bedroht oder in Teilen bereits betroffen. Die Folgen wie Krebs und Mißbildungen sind unübersehbar, die Probleme erscheinen übermächtig.
In dieser Situation hat sich unser Plöner Club
entschlossen, nicht nur Tschernobyl - Kinder in Deutschland zu unterstützen,
sondern sich auch aktiv an den humanitären Projekten der deutschen
Hilfsorganisation Heim-statt Tschernobyl vor Ort zu beteiligen. So konnten in
enger Zusammenarbeit mit dem RC Minsk, zeitweise auch mit dem dänischen
Partnerclub Aarup erhebliche finanzielle Mittel und teilweise auch Sachspenden
zur Verfügung gestellt werden. Von besonderem Wert sind aber darüber hinaus die persönlichen Kontakte und Erfahrungen, die zahlreiche Mitglieder unseres Clubs durch Mitarbeit oder Besuche vor Ort gewinnen und dann weitergeben konnten.
Wie kam es zu diesem Projekt?
Es war im Jahr 2001 zum 15. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl. Ein weißrussischer Lehrer aus dem hoch verstrahlten Bereich von Tschernobyl konfrontierte unseren Rotary Club Plön seinen Erlebnissen während der Explosion des Reaktors, der Willkür der Behörden und den Leiden der Bevölkerung, nicht zuletzt am Beispiel seiner Familie. Dieser erschütternde Bericht brachte den Stein ins Rollen; er wurde Anstoß zu einer bis heute andauernden engen Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Minsk in Weißrussland und der deutschen Hilfsorganisation Heim – stattTschernobyl. Diese kleine Organisation machte es sich zum Ziel, die Not vor Ort zu lindern und sich konkret für eine Zukunft nach Tschernobyl einzusetzen. Am Anfang stand das gemeinsame Bauprogramm von deutschen und weißrussischen Helfern zur Umsiedlung von Familien aus dem verstrahlten Bereich. Doch schon bald folgten als Hilfe zur Selbsthilfe die ersten zwei Windkraftanlagen in Weißrussland, eine Schilfmattenfabrik, ein dörfliches Arztzentrum, Erholungsmaßnahmen für kranke Kinder und ihre Mütter sowie viele , viele Begegnungen mit den Menschen vor Ort und auch Opfern einer dunklen deutschen Vergangenheit. Dazu die Stimme eines jugendlichen Helfers aus Deutschland: „ hier bist du richtig. Hier tust du etwas Sinnvolles“ oder einer Mutter aus dem verstrahlten Bereich: „das Dorf Drushnaja und die Organisatoren dieses Projekts sind eine kleine Insel der Freude, Liebe und Glücks. Vielen Dank von ganzem Herzen. Möge Gott sie bewahren.“
Das Ambulatorium
Drushnaja –das freundschaftliche Dorf– ist heute ein Symbol für zupackende Hilfe, Hoffnung und Versöhnung. Heim- statt Tschernobyl wurde dafür mit dem „Marion-Döhnhoff-Förderpreis ausgezeichnet. Näheres finden Sie unter: