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Gemeinsame Erklärung der Deutschsprachigen Governors 2007/2008.
Rotary als Wertegemeinschaft.

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Die 19 Governors 2007/2008 aus Deutschland, Österreich, der deutschsprachigen Schweiz und Ungarn fühlen sich nicht nur freundschaftlich eng verbunden; vielmehr teilen sie darüber hinaus bestimmte Grundüberzeugungen, die sich auf die Rolle und den Stellenwert von Rotary sowie auf die Konsequenzen beziehen, die sich hieraus für alle Rotarierinnen und Rotarier ergeben.
Die Governors 2007/2008 haben den Versuch unternommen, ihr gemeinsames Verständnis in einigen wenigen Thesen zusammenzufassen, die sie nachstehend wiedergeben und zur Diskussion stellen.
Es sind vor allem die Inhalte dieser Thesen, von denen sie sich bei ihren Aktivitäten im kommenden rotarischen Jahr leiten lassen werden.

1. Rotary ist keine Vereinigung von Honoratiorenclubs. Rotarierinnen und Rotarier sind vielmehr Mitglieder einer Wertegemeinschaft. Die Eckpfeiler dieser Wertegemeinschaft ergeben sich aus der Vier - Fragen - Probe und aus dem „Ziel von Rotary“.

2. Der alle Lebensbereiche erfassende Prozess der Globalisierung stellt unsere Gesellschaft nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht vor große Herausforderungen, sondern birgt auch die Gefahr einer Relativierung oder eines Verschwindens unserer Grundwerte mit sich.

Um diese Gefahr abzuwenden, bedarf es - unter anderem - eines breiten, sich auf alle Teile unserer Gesellschaft erstreckenden Diskurses über diese Grundwerte. Eine Wertegemeinschaft ohne gemeinsame Werte wäre ein Widerspruch in sich.
Es gibt im Übrigen nur wenige Instrumente, die zu einer positiven Einflussnahme auf den Prozess der Globalisierung mit dem Ziel einer Bewahrung unserer Grundwerte besser geeignet wären, als der rotarische Grundsatz der Internationalität und das rotarische Postulat, den Frieden zu fördern und zur Völkerverständigung beizutragen

3. Als Wertegemeinschaft ist Rotary einerseits von der beschriebenen Gefahr unmittelbar betroffen und deshalb gefordert, ihr entgegenzutreten. Andererseits bietet Rotary ein ideales Forum dafür, die notwendige Auseinandersetzung über unveräußerliche Werte auf hohem Niveau und im Geiste der Freundschaft und Fairness nicht nur intern zu führen, sondern die Diskussion hierüber auch extern anzuregen und zu fördern.
Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass es unser Anliegen wäre, Rotarierinnen und Rotarier dazu zu bewegen, eine „vereinheitlichte“ oder gar „von oben vorgegebene“ Auffassung zu vertreten. Ganz im Gegenteil: Gerade die Vielfalt der Meinungen und Haltungen ist es, die rotarische Beiträge zum Schutz unserer gesellschaftlichen Grundwerte auszeichnen.

4. Das Bewusstsein, einer Wertegemeinschaft anzugehören, ist für jede Rotarierin und jeden Rotarier selbstverständlich und unverzichtbar. Hieraus folgt die Verpflichtung zum freundschaftlichen und rotarisch vertrauensvollen Umgang miteinander ebenso, wie diejenige zur engagierten Verteidigung und Weiterentwicklung unserer Grundwerte und zur fairen Auseinandersetzung hierüber mit Dritten. Dies gilt auch und insbesondere für die Auseinandersetzung mit Repräsentanten anderer Kulturen, die mit dem Ziel der Förderung der Völkerverständigung zu führen ist. Ihre beruflich herausgehobene Stellung füllen Rotarier auch im Bewusstsein dieser Verpflichtungen aus.

5. Die Kombination aus Wertebezogenheit, hoher beruflicher Verantwortung und persönlichem Engagement eines jeden Rotariers macht Rotary zu einer einzigartigen Organisation. Sie unterscheidet sich durch eben diese Kombination von reinen Serviceclubs und von karitativen Spendenorganisationen.

Einer Wertegemeinschaft anzugehören, bedeutet, uns eine Kultur im rotarischen Sinne zu bewahren, die durch die Pflege der Freundschaft und die Respektierung hoher ethischer Grundsätze gekennzeichnet ist. Eine solche Kultur macht Anteilnahme genauso wie Rücksichtnahme erforderlich. Dafür steht für uns als Schlagwort der Begriff der „Kultur des Herzens“.

Die vollständige Erklärung können Sie herunterladen, indem Sie auf das Rotary-Rad klicken. 

 

 

 

Freitag, 12. September 2008/web607


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